Daten & Fakten

Vegane Ernährungsberatung

Daten und Fakten

Quelle: https://vebu.de/veggie-fakten/entwicklung-in-zahlen/anzahl-veganer-und-vegetarier-in-deutschland/

Wie viele Veganer gibt es in Deutschland, der EU und auf der Welt?
Wie ist die Entwicklung in den letzten 5-10 Jahren?

Aktuell leben in Deutschland ca. 8 Millionen Vegetarier. Das sind ca. 10% der Bevölkerung. Davon leben 1,3 Millionen Menschen vegan. Das macht ca. 1,6% der Bevölkerung aus.
Vor drei Jahren lebten in Deutschland 900.000 Menschen vegan. 2008 hingegen waren es noch 80.000 Menschen.
Laut einer Untersuchung von TNS 2015 essen bereits 51% der in Deutschland lebenden Menschen weniger Fleisch und zählen damit zu den Flexitariern. Der Trend in Richtung einer pflanzenbasierten und umweltfreundlicheren Ernährung ist bereits seit Jahren klar erkennbar und wird auch zukünftig weiterwachsen.

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Quelle: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/Todesursachen/Todesursachen.html#Tabellen

Todesursachen Deutschland

Laut dem Bundesamt für Statistik Deutschland waren im Jahr 2015 koronare Herzkrankheiten, Herzinfarkte, Herzinsuffizienz sowie Lungen- und Bronchialkrebs die führenden Todesursachen.

Laut der Internetseite nutritionalfacts.org und dem dahinterstehenden Team von Wissenschaftlern kann eine pflanzenbasierte, vollwertige Ernährung präventiv, behandelnd und sogar zur Umkehr von Krankheiten genutzt werden. Hierzu zählen Herzkrankheiten, Typ 2 Diabetes und Bluthochdruck. Studien zeigten, dass eine pflanzenbasierte Ernährung z.B. Angina Attacken zu 90% innerhalb weniger Wochen reduzieren kann. Auch wurde eine höhere Zufriedenheit der Ernährung, im Vergleich zu Kontrollgruppen festgestellt. Zusätzlich wurde eine verbesserte Verdauung, mehr Energie, besserer Schlaf, signifikante Verbesserung der physischen Funktionalität, allgemeine Gesundheit, Vitalität, sowie mentale Gesundheit festgestellt. Zusätzlich wurde aufgezeigt, dass eine pflanzenbasierte Vollwerternährung die Gewichtskontrolle, den Blutzuckerlevel, die Cholesterinwerte, die emotionale Befindlichkeit, Depression, Angstzustände sowie Müdigkeit verbessert.

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Beispiel Diabetes Mellitus Typ 2

  1. Eine vegetarisch-vegane Ernährung reduziert das Diabetesrisiko. Ursache sind insbesondere die höhere Zufuhr von komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen aus pflanzlichen Lebensmitteln sowie eine geringere Zufuhr von Gesamtfett und gesättigten Fettsäuren.
  2. Vegetarisch-vegane Kostformen beugen der Entstehung von Übergewicht, einem bedeutenden Risikofaktor für Diabetes mellitus, vor.
  3. Mit vegetarisch-veganer Ernährung lässt sich eine Diabetestherapie leicht umsetzen und das Risiko diabetischer Spätschäden verringern.

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Vegane Ernährungspyramide; Quelle: https://vebu.de/fitness-gesundheit/ernaehrungspyramide/vegane-ernaehrungspyramide/

Was ist überhaupt Vegan?

„Die vegane Lebensweise, auch Veganismus genannt, ist eine besondere Form des Vegetarismus, bei der keinerlei tierische Produkte konsumiert werden.

Vegan lebende Menschen verzichten daher in ihrer Ernährung nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern auch auf alle anderen tierischen Produkte, wie Milch, Eier oder Honig.

Vegan zu leben, bedeutet aber noch mehr als nur vegan zu essen. Vegan schließt zusätzlich ein, keine Kleidungsstücke zu tragen, die tierischen Ursprunges sind. Dies bedeutet den Verzicht auf Substanzen, wie Leder, Seide oder Wolle.“

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Warum Vegan?

Gesundheitliche Aspekte

Pflanzenbasierte vollwertige Nahrungsmittel sind meist mit weniger Giftstoffen und mit kaum bis keinen Antibiotika oder Hormonen versehen. Sie enthalten hingegen viele Mineralien, Vitamine, essentielle Fettsäuren, Proteine, gute Kohlenhydrate und stärken die Verdauung.

Umweltvorteile

Pflanzliche Nahrungsmittel zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine positive Energiebilanz, weniger Schadstoffe, wesentlich nachhaltiger und weniger umweltbelastend sind. Pflanzen sparen Ressourcen und verbrauchen wesentlich weniger Wasser im Anbau als tierische Produkte.

Ethische Aspekte

Eine pflanzenbasierte Ernährung schützt Milliarden Tiere, die jährlich zum Verzehr getötet werden. Es reduziert Tierleid, mindert die Massentierhaltung und bekämpft den Welthunger.

Welthunger

Eine verbreitete vegane Ernährung verringert Monokulturen, welche eigens für das Tierfutter angepflanzt werden. Hierbei würde eine geringere Regenwaldabholzung stattfinden. Überschüssiges Protein könnte den Welthunger verringern.

Verträglichkeit

Durch die pflanzenbasierte Ernährung sind Unverträglichkeiten wie z.B. die Laktoseintoleranz oder Allergien gegen tierische Eiweiße nicht mehr vorhanden. Dadurch werden oftmals körperbedingte Probleme aufgehoben. Eine bessere Haut, besserer Schlaf, mehr Vitalität, bessere Verdauung, mehr Energie uvm. sind keine Seltenheit.

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Pflanzliche Alternativen

Heutzutage sind die Regale voll mit pflanzlichen Alternativen. Es bleiben kaum Wünsche offen. Starten Sie die Entdeckung durch eine neue kulinarische Welt. Ich bin mir sicher, dass für jeden etwas dabei ist :).

1. Milch

Soja-, Reis-, Hafer-, Mandel-, Dinkel-, Kokos-, Kokosreis-, Cashew-, Quinoa-, Hanf-, Kürbis-, Sonnenblumenkern-, Hirse-, Haselnuss-, Macadamia- und Lupinenmilch.

2. Joghurt

Soja-, Kokos-, Hanf-, Lupinen- und Mandeljoghurt.

3. Käse

Cashewkerne, Hefeflocken, veganer Käseersatz, Cashewfrischkäse, Süßkartoffelkäse, Mandelfrischkäse.

4. Eis

Bananeneis, Cashew- und Kokosnusseis mit gefrorenen Früchten.

5. Fleisch

Tofu, Seitan (Weizeneiweiß), Lupineneiweiß (eiweißreiche Hülsenfrucht mit nachhaltigem Anbau und allen essentiellen Aminosäuren), Haferflocken (Bratlinge), Grünkernfrikadellen (enthalten viele B Vitamine, Magnesium und Phosphor), Sojagranulat, Tempeh (fermentierte Sojabohnen), Erbseneiweiß (hoher Protein- und Eisengehalt, wenig Fett und Kohlenhydrate), Schwarzbohne (Eiweißreich; Je dunkler die Bohne, desto mehr Anthocyanine. Der enthaltene natürliche Pflanzenfarbstoff wirkt im Körper des Menschen stärker als die Vitamine C und E – Antioxidantien), Kichererbsen (enthalten mehr Eiweiß als manches Fleisch, hoher Eisen und Kalziumgehalt).

6. Eier

Kichererbsen- und Sojamehl, Avocado, Seidentofu, Tofu, Rauchsalz (Kala Namak).

7. Bindemittel

Guarkernmehl, Johannisbrotkernmehl, Maisstärke, Xanthan, Agar-Agar, Kartoffelstärke, Leinsamenmehl, Flohsamenschalen (gemahlen), Eiersatz, Bananen, Tomatenmark und Apfelmus.

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Warum Vegan?
21 Fakten, die Dich zum Nachdenken anregen:

  1. Landwirtschaftliche Nutztierhaltung und all ihre Nebenerzeugnisse machen jährlich 51% der globalen Treibhausgasemissionen aus.
  2. 1 Liter Kuhmilch braucht durchschnittlich 1.020 Liter Wasser!!! (8,5 volle Badewannen).
  3. Wusstest Du schon, dass eine Kuh ständig geschwängert wird um Milch zu geben?
  4. Das Blut von Menschen, die sich pflanzenbasiert ernähren, stoppt das Wachstum von Krebszellen 8-mal so stark, wie mit einer standardmäßigen Ernährung.
  5. Cholesterin und gesättigte Fettsäuren aus tierischen Lebensmitteln sind die Nr. 1 Ursache für Herzinfarkt und Schlaganfall (kardiovaskuläre Krankheiten). Die häufigsten Todesursachen in Deutschland.
  6. Die Nutzung einer Fläche zum Anbau von Sojabohnen liefert 15-mal mehr Protein, als die Nutzung der gleichen Fläche für die Haltung von Nutztieren.
  7. In Deutschland werden jährlich knapp siebenmal so viele Antibiotika in der Nutztierhaltung, wie in Krankenhäusern eingesetzt. 1.700 Tonnen Antibiotika!
  8. Fleisch, welches in Geschmack und Haltbarkeit verarbeitet wurde, ist krebserregend für Menschen.
  9. Kuhmilchkonsum steigert den Blutspiegel an Insulinähnlichen Wachstumsfaktoren (IGF-1), welche u.a. Krebszellen zum Wachstum anregen.
  10. Weltweit werden jährlich etwa 70 Milliarden Nutztiere geschlachtet. Im August 2016 entsprach die Weltbevölkerung zum Vergleich 7,44 Milliarden Menschen.
  11. Es braucht durchschnittlich 15.400 Liter WASSER (128 volle Badewannen) um 1 Kg Rindfleisch zu produzieren. Sojabohnen benötigen 1.800 Liter.
  12. Der Konsum von rotem Fleisch (Muskelfleisch von Säugetieren) steht eindeutig in Zusammenhang mit der Entstehung von Krebserkrankungen.
  13. Allein in Deutschland werden täglich 2,5 Milliarden Liter Methan von Rindern produziert. Im Vergleich müsste ein Kleinwagen 5,6 Millionen mal die Welt umrunden, um den gleichen Klimaschaden zu verursachen. (Daten: 1 Rind = 200 L Methan/ Tag | 200 L Methan = 18.000 Km mit Kleinwagen (Klimaschaden) | DE hat 12.635.456 Rinder (2015) | Äquatorialer Erdumfang = 40.075,017)
  14. Jede Sekunde werden ca. 6.000 m2 Regenwaldfläche abgeholzt. (Ein Fußballfeld hat 7.140m2).
  15. Landwirtschaftliche Nutztierhaltung ist für 91% der abgeholzten Fläche des Amazonas Regenwaldes verantwortlich.
  16. 80% der globalen Fischbestände sind bereits überfischt und vollständig ausgebeutet.
  17. Der Umstieg auf eine pflanzenbasierte Ernährung (vegan) kann die Bildung kardiovaskulärer Krankheiten (Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, etc.) stoppen und umkehren.
  18. Ca. 50 Millionen männliche Küken werden jedes Jahr in Deutschland nach dem Schlüpfen geschreddert oder vergast.
  19. 50% des weltweiten Getreideanbaus wird an Nutztiere verfüttert. Gleichzeitig hungern weltweit 800 Millionen Menschen.
  20. Schweine sind intelligent, lernfähig, hochsozial und reinlich. Sie sind sogar intelligenter als Hunde.
  21. Über 54 Millionen Tiere landen in Deutschland jährlich im Hausmüll. Ihr Fleisch wird nicht gegessen, sondern weggeschmissen.

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Quellen

Skopos (2016): “1,3 Millionen Deutsche leben vegan”,
Online unter: www.skopos.de/news/13-millionen-deutsche-leben-vegan.html [28.02.2017]
YouGov (2014): “Wer will’s schon vegan?”,
Online unter: yougov.de/loesungen/reports/studien/vegan-studie/ [24.02.2017]
BMEL (2008): “Nationale Verzehrsstudie II: Wie sich Verbraucher in Deutschland ernähren”,
Online unter www.bmel.de/DE/Ernaehrung/GesundeErnaehrung/_Texte/NationaleVerzehrsstudie_Zusammenfassung.html [24.02.2017]
Robert-Koch-Institut (2016): „Verbreitung der vegetarischen Ernährungsweise in Deutschland”,
Online unter www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/JoHM_2016_02_ernaehrung1a.html [24.02.2017]
www.nutritionfacts.org/topics/plant-based-diets/
www.vebu.de/fitness-gesundheit/zivilisationskrankheiten-vorbeugen/diabetes-mellitus-typ-2/
www.vegan.eu/allgemeines/was_ist_vegan/
www.laufvernarrt.de/pflanzliche-alternativen-nicht-nur-fuer-veganer/
www.vebu.de/essen-genuss/pflanzliche-alternativen/fleischersatz-die-besten-veganen-fleischalternativen/
www.laufvernarrt.de/pflanzliche-alternativen-nicht-nur-fuer-veganer/
ricemilkmaid.de/20-fakten/: (Die folgenden Quellen sind auf der Seite von ricemilmaid.de)
www.fao.org/docrep/010/a0701e/a0701e00.HTM,
www.worldwatch.org/node/6294,
www.vegan.com/articles/environment/a-sympathetic-but-skeptical-look-at-goodland-and-anhangs-livestock-and-climate-change/
wfn.project-platforms.com/Reports/Mekonnen-Hoekstra-2012-WaterFootprintFarmAnimalProducts.pdf
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3603726/
publish.illinois.edu/aces-nsrl/
www.iarc.fr/en/media-centre/pr/2015/pdfs/pr240_E.pdf
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19243483
www.ciwf.org.uk/media/3640540/ciwf_strategic_plan_20132017.pdf
wfn.project-platforms.com/Reports/Mekonnen-Hoekstra-2012-WaterFootprintFarmAnimalProducts.pdf
www.iarc.fr/en/media-centre/pr/2015/pdfs/pr240_E.pdf
www.umwelt-im-unterricht.de/hintergrund/fleischkonsum-klima-und-umweltbilanz/,
www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Wirtschaftsbereiche/LandForstwirtschaftFischerei/TiereundtierischeErzeugung/Tabellen/BetriebeRinderBestand.html
www.rainforestrelief.org/What_to_Avoid_and_Alternatives/Rainforest_Wood.html
openknowledge.worldbank.org/bitstream/handle/10986/15060/277150PAPER0wbwp0no1022.pdf?sequence=1
www.un.org/depts/los/convention_agreements/reviewconf/FishStocks_EN_A.pdf
www.un.org/depts/los/convention_agreements/reviewconf/FishStocks_EN_A.pdf
www.un.org/depts/los/convention_agreements/reviewconf/FishStocks_EN_A.pdf
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25198208
www.fao.org/docrep/v8180t/v8180t07.htm
www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/menschundtier100.html
www.neuroscience.cam.ac.uk/directory/profile.php?dmb16